Gemäß Beschluss der Jahreshauptversammlung 2019 wird der Hessische Musikverband ab dem Jahr 2020 wieder in einen Pauschal- und Rahmenvertrag mit der GEMA eintreten. Dieser gewährt den Mitgliedsvereinen einen 20%igen Vertragsnachlass (ab 2022 abzgl. 2% Verwaltungspauschale). Bei kulturellen nicht-kommerziellen Veranstaltungen kann sowohl im Bereich der Spielleute als auch im Bereich der Blasmusik zusätzlich ein 15%iger Kulturrabatt in Anspruch genommen werden. Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Neuerungen und Modalitäten ab 2020 zusammengestellt.

Abrechnungsverfahren:

Der GEMA-Vertrag sieht eine Vorauszahlung aus lizenzrechtlichen Gründen vor. Diese Vorauszahlung wird von den HMV-Mitgliedern an den Verband geleistet und von diesem gesammelt an die GEMA übermittelt. Die zu leistende Vorauszahlung orientiert sich an den Verbrauchszahlen der letzten Jahre und wird mit der Mitgliederrechnung erhoben. Der Verband nimmt für seine Mitglieder einen 1:1-Abgleich auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs vor: Übersteigt der angezahlte Betrag den Verbrauch, wird dem Verein die Überzahlung 1:1 über die nächste Mitgliederrechnung rückerstattet. Verbraucht der Verein mehr als den angezahlten Betrag, so ist z.B. mit der nächsten Mitgliedermeldung eine Nachzahlung über die Differenz zu leisten.

Meldungen

  1. Die Mitgliedervereine des Musikverbandes melden ihre Veranstaltungen mit den jeweils zur Lizenzierung erforderlichen Angaben an die GEMA.
    Die Meldungen sind an GEMA, 11506 Berlin oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden.
  2. Die GEMA stellt Anmeldevordrucke auf ihrer Homepage zur Verfügung.
  3. Meldefrist für alle Musikaufführungen der Mitgliedervereine ist bis 10 Tage nach Stattfinden der Musikveranstaltung, unabhängig von der Art der Veranstaltung (Konzert, gesellige Veranstaltung, Ständchen usw.).
  4. Für Meldungen, die verspätet erfolgen, wird kein Gesamtvertragsnachlass eingeräumt. Die GEMA behält sich auch vor, in diesen Fällen Schadenersatzansprüche mit 100% Zuschlag zur normalen tariflichen Vergütung geltend zu machen.

Programme

  1. Innerhalb von 6 Wochen nach jeder Veranstaltung, ist der GEMA ein genaues Verzeichnis aller aufgeführten Musikstücke zuzusenden.
  2. Kommt ein Veranstalter der Verpflichtung zur Programmeinsendung nicht nach, ist die GEMA berechtigt, für jeden Fall der Versäumnis vom Veranstalter die Hälfte des eingeräumten Gesamtvertragsnachlasses zu beanspruchen. Bei pauschal abgegoltenen Musikaufführungen wird als Basis der Berechnung die fiktive Vergütung ermittelt. Die weiterhin bestehende Verpflichtung zur Programmaufstellung und –einsendung bleibt hiervon unberührt.