Nachfolgend haben wir für Sie einen kleinen Leitfaden mit häufig gestellten Fragen zusammengestellt. Wir haben ein wichtiges Thema vergessen? Dann informieren Sie uns gern via E-Mail unter info@hessischer-musikverband.de. Wir wünschen Ihnen und Ihrem Verein alles Gute bei der Bewältigung der Corona-bedingten Herausforderungen. Für Fragen sind wir selbstverständlich gerne für Sie da.

AKTUALISIERT AM: 03. September 2020

Uns sind durch Ausfälle von Konzerten und Festen finanzielle Einbußen entstanden, die die Existenz des Vereins bedrohen - welche Hilfsleistungen können in Anspruch genommen werden?

Förderprogramm zur Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit

Dieses Förderprogramm ist z.B. zur Deckung von Einnahmeausfällen im ideellen Bereich (entgangene Spenden, Pachterträge, etc.) angelegt. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf gemeinnützige Vereine sind teilweise erheblich und können schnell existenzbedrohend werden, weil Vereine aufgrund des Vereins- und Steuerrechts nicht wie etwa Kapitalgesellschaften Rücklagen bilden, auf die sie in Krisenzeiten zurückgreifen können. Das Programm dient zur Abwendung dieser pandemiebedingten existenzbedrohlichen Engpässe im ideellen Bereich, das heißt es geht hier um die klassische Vereinsarbeit. Eine Antragstellung hat dann Aussicht auf Erfolg, wenn ein Liquiditätsengpass in Aussicht steht, wobei zweckgebundene Rücklagen aus den bestehenden Liquiditätsreserven herausgerechnet werden dürfen und sollten. So ist auch unsere Empfehlung zur Antragstellung zu verstehen - der Verein muss dementsprechend noch nicht zahlungsunfähig sein, bevor ein Antrag sinnvoll ist, wenngleich ersichtlich sein sollte, dass die Liquiditätsreserven nicht mehr lange (wobei dies nicht näher definiert ist) ausreichen.

Wichtig: Im Rahmen des Programmes sind fehlende Erträge durch ausbleibende Ticketverkäufe / Eintrittsgelder, die nicht spendenbasiert sind, derzeit nicht ansatzfähig, da diese nicht dem ideellen Bereich zugeordnet werden dürfen (mehr dazu unter finden Sie  hier). Als Verband sehen wir in diesem Punkt daher Nachbesserungsbedarf. Laut der entsprechenden Richtlinie können allerdings Mittel beispielsweise für folgende Bereich beantragt werden:

• Nachwuchsarbeit

• Mieten / Betriebskosten (Wasser, Strom, weitere Nebenkosten)

• Instandhaltungen

• Kosten für bereits in Auftrag gegebene und durch die Pandemie abgesagten Projekte (Storno- und Reisekosten, Ausfallhonorare, Werbung, Sachkosten o.ä.)

Diese Mittel können seit dem 1. Mai 2020 beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) beantragt werden. Der Antrag ist online abrufbar. Dabei ist zu beachten, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden. Als HMV-Verein sind Sie grundsätzlich förderberechtigt. Weitere Informationen finden Sie hier.


Corona Soforthilfe - UPDATE: Die Bewerbungsfristen für das Programm sind mittlerweile beendet.

Wenn Sie im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb laufende Kosten haben, welche die Einnahmen überschreiten, kommt für Sie ggf. auch das Soforthilfeprogramm des Wirtschaftsministeriums in Frage. Ansatzfähig sind hierbei jedoch keine Einnahmeausfälle sondern lediglich Betriebskosten, z.B. durch Personalkosten, Energiekosten für das Vereinsheim, etc.


Arbeitsstipendien für Musiker*innen

Dieses Förderprogramm vergibt projektbasierte Arbeitsstipendien in Höhe von 2.000 € für Musiker*innen. Mittlerweile ist das Programm auch für diejenigen geöffnet, die nicht in die Künstlersozialkasse (KSK) einzahlen.


Projektstipendien für Einzelkünstler und Kulturvereine - UPDATE: Die Bewerbungsfristen für das Programm sind mittlerweile beendet.

Vom 13. bis zum 30. August 2020 konnten Einzelkünstler*innen sowie freie Gruppen, Kulturvereine und –unternehmen Projektstipendien beantragen, mit denen sie den Übergang hin zur Entwicklung neuer Formate meistern. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst arbeitete dabei u.a. auch mit der Hessischen Kulturstiftung zusammen. Die Projektstipendien sollten dabei helfen, künstlerische Projekte zu realisieren, die in der Zeit der Corona-Pandemie entstanden sind und inhaltlich oder formal neue Wege gehen. Dabei waren auch Künstler*innen angesprochen, die in der zweiten Phase des Kulturpaketes bereits ein Arbeitsstipendium erhalten haben und nun ihre Konzepte umsetzen.


Können wir den Probebetrieb wieder aufnehmen?
Können wir wieder Konzerte ausrichten?
Dürfen wir den Lohn von Dirigent*innen ohne Arbeit fortzahlen?
Wie verhält es sich mit GEMA-Zahlungen, wenn wir digitale Konzerte geben oder Videos produzieren?

Covid 19: Dokumente und Informationen